Das Gebiet des Landkreises Kraków gehört zu den schönsten in Polen – kein Wunder, dass es von vielen Touristen besucht wird.

Hinter der Weichsel, deren Tal die natürliche Grenze zwischen dem Gebirge und den Tiefebenen bildet, zwischen Kraków und Częstochowa, erstreckt sich das Jurahochland, mit malerischen Kalkfelsen, Höhlen und Talschluchten. Zu den meist besuchten und interessantesten Orten gehören: das Prądnik-Tal bei Ojców und das Sąspówka-Tal.

Nahezu 30% der Landkreisfläche bilden Naturschutzgebiete. Der Nationalpark Ojców und Fragmente des Jura – Naturparks (der Dłubniański-, Tenczyński-, Rudniański- und Bielańsko–Tyniecki-Naturpark, der Naturpark Dolinki Krakowskie) bekamen den Status der Sonderschutzgebiete. Der kleinste der polnischen Nationalparks – Ojców – zeichnet sich durch eine Vielfalt von Pflanzen, Tieren sowie eine abwechslungsreiche und malerische Landschaft aus. Auf dem Gebiet von Ojców wachsen u.a. die größten Knabenkräuter  (Gemeiner Frauenschuh), Waldgeißbarten und Birken. Von den seltenen Tieren leben dort u.a. türkische Blindschleichen, Höhlenspinnen, Felsendrosseln, viele Schmetterlinge, Maikäfer und Fledermäuse (u.a. das großes Mausohr – die größte polnische Fledermaus).Zu den wichtigsten Naturschutzgebieten des Landkreises gehören: Kajasówka, Mnikowska-Tal Zimny Dół, Szklarka-, Bolechowicka-, Kobylańska- und Kluczwoda-Tal, der Kmita-Felsen, sowie zahlreiche Höhlen, die infolge der Karstprozesse, d.h. der Kalksteinauflösung im Wasser, entstanden sind, wie z.B.: die Fledermaushöhle, Höhlen:  Łabajowa, Psia Klatka (Hundekäfighöhle), Koziarnia, Dzika, Wierzchowska, Górna, Ciemna, Łokietek und die Karsthöhle. Der Landschaftspark Die Krakauer Täler entzückt durch viele malerische Felsen, die einzigartige Gestalten annehmen – über den Wald erhebt sich Maczuga Herkulesa (Herkules-Keule) und Igła Deotymy (Nadel der Deotyma). Zahlreiche Sehenswürdigkeiten  des Landkreises Kraków fördern die Entwicklung diverser Tourismus- und Erholungsformen. Ojców – der ehemalige Kurort in einer tiefen Talschlucht – und der dortige Nationalpark wird jedes Jahr von ca. 400 Tsd. Personen besucht, in der Hochsaison werden Führungen für ungefähr 20 Tsd. Touristen organisiert.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Region gehören zahlreiche malerische Klöster, Schlösser und Burgen, wie z.B. das Kloster der Unbeschuhten Karmeliten mit dem Grab und dem Museum des heiligen Rafał Kalinowski, die Ruinen der Einsiedelei und der sog. „Teufelsbrücke” in Czerna, das Renaissanceschloss in Pieskowa Skała, die Schlossruinen aus dem 14. Jahrhundert in Rudno sowie die Schlossruinen in Ojców. Sehenswert sind auch die Schloss- und Hofkomplexe, u.a. der im 17. Jahrhundert erbaute Hof in Goszyce, der Schloss- und Parkkomplex der Familie Potocki und das Schlösschen Vauxhall in Krzeszowice, die Höfe in Michałowice, Młodziejowice und Książniczki, das Schloss in Niedźwiedź, der Hofkomplex in Karniowice oder der Hof mit einer Parkanlage in Świątniki Górne. Ein wichtiges Element der Landschaft  des Landkreis Kraków sind meistens gut erhaltene Holzkirchen und -kapellen, u.a. in Ojców (Kapelle auf dem Wasser) , Więcławice, Wola Radziszowska, Czernichów, Jerzmanowice, Rudawa, Bolechowice, Przeginia, Racławice, Luborzyca, Czulice, Goszcza, Sąspów, Czubrowice, Paczółtowice (spätgotische Kirche mit einem gotischen Gemälde der Gottesmutter mit Christkind und Antependium aus Schwarzmarmor), Raciborowice, Prandocin (romanische Kirche) und Świątniki Górne. Auf dem Gebiet von Igołomia-Wawrzeńczyce wurden die ältesten Hüttenöfen in Polen, das sog. Rennfeuer für Eisenschmelzen, sowie Töpferöfen entdeckt.

Von den weiteren Sehenswürdigkeiten empfehlen wir, die Badeanstalt „Zofia” in Krzeszowice, das Gestüt und die Mühle in Wilczkowice, den Park in Aleksandrowice, die österreichischen Festungen in Zielonki-Marszowiec, Pękowice und Bibice sowie die Regionalkammer in Bibice zu besichtigen.